TÜV

Neue Rhein Zeitung, 30. Juli 2010

 

Anja Maas darf sich SGS-TÜV grprüfte Fachkraft Barrierefreie Installation und Montage nennen. Die entsprechende Prüfung hat sie Mitte dieses Monats absolviert.
Sie ist damit geschult, um älteren Menschen ein möglichst langes Verbleiben in ihren Wohnungen zu ermöglichen.


Immer mehr Menschen möchten auch im Alter unabhängig bleiben. Eine große Bedeutung hat hierbei die schwellenlose Ausstattung der Wohnung. Die eigenen vier Wände haben oberste Priorität wenn es ums Wohlfühlen im Alter geht.


Die vielfältigen Anforderungen unterschiedlichster DIN-Normen und Vorschriften sind Teil eines Seminars der Koordinierungsstelle "Wohnen im Alter".
Für Anja Maas aus Rees, IHK-Zertifizierte Ausstellungsverkäuferin Bad & Wohnen, lag der Schwerpunkt der Weiterbildung im Badbereich.


Dazu erklärte sie:"Stütz- und Haltegriffe, Sitzmöglichkeiten und ein schwellenloster Eingang in den Duschbereich, aber auch die notwendigen Bewegungsräume für Rollatoren pder Rollstühle werden immer wichtiger für unsere Kunden. Die genauen Kenntnisse der Normen erleichtern hier oft die Argumentation gegenüber der Pflegekasse oder der Berufsgenossenschaft, denn im privaten Badezimmer gelten die Normen als Anhaltswert und sind nicht zwingend."


In Kooperation mit der Koordinierungsstelle "Wohnen im Alter" aus Cloppenburg hat die SGS-TÜV GmbH das neue Prüfzeichen "Geprüfte Fachkraft Barrierefreie Installation und Montage" entwickelt.
Es sensibilisiert zum einen Handwerksbetriebe, zeichnet diese aber darüber hinaus als kompetente Fachkräfte für alten- und behindertengerechtes Wohnen aus. Erstmals wurde nun auch in Reda-Wiedenbrück das Prüfzeichen nach einer erfolgreichen Schulung an 23 Fachkräften verliehen.


Für altere Menschen oder für Menschen mit Behinderung sind Treppen, enge Duschen oder hohe Schranktüren Hindernisse, die ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung verhindern. Doch Alltagsfallen kann man umgehen, indem man sein Heim von Fachkräften zu einem barrierefreien und sicheren Zuhause umrüsten lässt.


Die Schulung, die sich neben der Raumgestaltung auch noch mit Fragen wie Ethik, Recht und Anthropometrie (Lehre der Ermittlung und Anwendung der Maße des menschlichen Körpers) befasst, legt eine sichere Grundlage für den kompetenten Umgang mit den Bedürfnissen der Kunden. Das Bestehen der anschließenden Prüfung ist Vorraussetzung für die Vergabe des Prüfzeichens zur Fachkraft Barrierefreie Installation und Montage. Interessant ist diese Weiterbildung für alle Bereiche des Handwerks, die zum barrierefreien Wohnen beitragen.

 

Die Auszeichnung soll (älteren) Kunden helfen, sich zu orientieren und Betriebe mit gut ausgebildeten Hadwerkern zu erkennen. Es gibt in diesem Bereich aktuell erst wenige Fachkräfte. die neben der handwerklichen Qualifikation auch die erforderlichen theoretischen Grundlagen mitbringen, um den altersgerechten Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Handwerksbetriebe wiederum können sich mit dem Siegel im Wettbewerb mit anderen profilieren.